Vereinsausflug am 17.-18.07.10 nach Dresden
………….dann kann er was erzählen! So lautet zumindest eine Weisheit aus dem Volksmund und die Mitglieder von Quick-Feet können, dies nach ihrer 2-Tagesfahrt - mit dem Ziel Dresden, nur bestätigen. Bereits um 6. 00 Uhr am Samstagmorgen war Abfahrt mit zwei Bussen vom Amberger Dultplatz aus. Kaum ließ die Gruppe die Amberger Stadtgrenze hinter sich sorgte schon ein amüsantes Morgengebet für den ersten Stimmungshöhepunkt. Dachte so mancher er könnte seinen früh abgebrochen Schlaf bequem im Bus fortsetzten, sah er sich bald eines besseren belehrt. Damit die Anreise nicht langweilig wurde, gaben die Kinder so manch Amüsantes zum Besten und entsprechend gutgelaunt kam man in Dresden an.
Nach einer Rundfahrt schloss sich noch ein Fußmarsch durch die Innenstadt Dresdens an. Leider ist um diese Jahreszeit an einem Samstag der Besuch der Frauenkirche nahezu unmöglich, da hier am laufenden Band Trauungen stattfinden. Die Amberger gaben sich mit der Außenansicht zufrieden und bestaunten die Brautpaare die hinein- oder herauskamen. Weiter auf dem Tagesprogramm stand eine Rundfahrt auf der Elbe, nach der lang anhaltenden Hitzeperiode der letzten Wochen war der Pegelstand bei 0,64 mtr., kein Vergleich zum Jahrhunderthochwasser im Jahre 2002, wo die Meßlatte bei sage und schreibe 9,20 mtr. ihr Ende fand. Dank eines Gewitters in der vorhergehenden Nacht konnte die Schifffahrt mit der ältesten Dampfschifffahrtslinie planmäßig stattfinden. Mit einem eindrucksvollen Tuuut! ging die Fahrt los und die Silhouette der Stadt konnte vom Wasser aus bestaunt werde. Einige der Reiseteilnehmer nutzen die rund 1,5 stündige Rundfahrt für einen kleinen Mittagsimbiss. Zu sehen gab es unter anderem das sogenannte blaue Wunder, dabei handelt es sich um eine Brücke deren Farbe wohl etwas umstritten ist, die Meinungen reichen von blau bis grün je nach Geschmack, den Ambergern hat die Brückenkonstellation so oder so gefallen. Wieder festen Boden unter den Füßen ging es weiter in Richtung Quartier. Auf dem Weg dorthin liegt Schloss Moritzburg, dort wurde noch ein kurzer Halt eingelegt. Das Schloss ist vielen vielleicht bekannt aus der tschechischen Märchenverfilmung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Einige der Kinder machten sich einen Spaß und spielten die Szene bei der das Aschenbrödel seinen Schuh auf der Treppe verliert nach, selbstverständlich war auch bei den Rock’n’ Rollern die Kamera live dabei. Alle waren „So schön!“ und fanden es „OK!“ Im Hotel angekommen wurde die Reisegruppe schon erwartet und die Schlüsselübergabe ging recht rasch vonstatten. Viel Zeit blieb nicht zum Ausruhen und frisch machen, das Abendessen war im historischen Pulverturm reserviert. Das mittelalterliche Ambiente dieses Restaurants war noch das Tüpfelchen auf dem i für einen erlebnisreichen Tag. Alle waren bereits so gut Dresden geschult, das sie wussten von was die Marketenderin erzählt, wenn sie eine Träne der Gräfin Cosel zum Trinken anbot, und dann die dazugehörige Geschichte zum Besten gab. Was ein gestandner Bayer ist, der bestellt sich sein Bier durchaus im 1 Liter Quantum, aber in einem Pilsglas serviert war auch für die Oberpfälzer etwas Besonderes. Zurück im Hotel ließ sich ein Teil der Gruppe noch an der Hotelbar nieder. Da es ja alles Mitglieder in einem Tanzverein sind, darf die Musik natürlich nicht ganz fehlen. Diese steuerten Doris und Klaus Haselbeck mit ihren Gitarren bei. Die sängerischen Darbietungen war bei Einigen aber eher laut als musikalisch, was aber der guten Stimmung durchaus keinen Abbruch tat und so feierte man noch ausgelassen in den nächsten Tag hinein. Gut ausgeruht begann der Sonntagmorgen mit einem reichhaltigen Frühstück am Büffet. Der Tag war wieder gespickt voll mit Sehenswürdigkeiten und da heißt es erst einmal - gut gestärkt sein. Es gab keine Trödler oder Langschläfer in der Gesellschaft und so konnte pünktlich zu neuen Abenteuern aufgebrochen werden. Erste Station an diesem Tag war das Karl May Museum in Radebeul. In der Villa Shatterhand und dem Wild West Blockhaus Bärenfett konnte viel über das Leben der Indianer und das Leben und Wirken von Karl May in Erfahrung gebracht werden. Im Außenbereich sorgte ein original sächsischer Vollblutindianer für allerlei Erheiterung. Dort durften die mutigen sich auch auf Büffeljagd begeben, doch bei so manchem blieb die Suppe an diesem Tag eher ohne Fleischeinlage. Das Wetter meinte es sehr gut mit den Quick-Feet´lern und das Programm konnte weiterhin planmäßig eingehalten werden. Die Besichtigung der Gartenanlage bei Schloss Pillnitz war der nächste Höhepunkt. Für Furore sorgt dort ein auf Schienen fahrbares Glashaus, welches im Winter über eine 210 Jahre alte Kamelienpflanze gefahren wird. Leider waren die mittlerweile über 10.000 Blüten schon lange abgeblüht und nur noch auf Bildern zu bestaunen. Zum Spaß der jüngeren in der Gruppe gab es ganz viele Eichhörnchen im Park die ganz und gar nicht scheu waren und durchaus possierlich für ein Foto stillhielten. Einige meldeten Bedenken an wegen der lang geplanten Aufenthaltszeit bei der letzen Anlaufstelle. Das war jedoch bevor sie die Naturkulisse der Bastei gesehen hatten. Erst einmal angekommen - im Grand Canyon der sächsischen Schweiz, zog dieses über 200 Jahre alte Naturdenkmal auch den letzten Zweifler in seinen Bann. Atemberaubende Ausblicke aus über 193 mtr. über der Elbe ließ alles Zeitgefühl verschwinden und man nahm mit Wehmut Abschied aus dieser unbeschreiblich schönen Gegend. Nonstop in Richtung Heimat war nun angesagt. Was aber wegen mehreren notwendigen Pinkelpausen nicht ganz eingehalten werden konnte. Schuld dran war sicherlich auch die Happy Hour die kurzerhand in den Bussen ausgerufen wurde, damit die mitgeschleppten Vorräte nicht zur Gänze wieder zurückgegeben werden mussten. Da staunte so mancher der Erwachsenen was bei den Kindern und Jugendlichen so alles an Wissen und Eindrücken gesammelt hatten. Beim versprochenen Quiz parierten sie mit den richtigen Antworten und bei einzelnen Fragen zeigte sich wieder mal der Teamgeist von Quick-Feet. Alle kamen gesund und wohlbehalten, dank der gekonnten Fahrweise der drei Busfahrer Martina, Heinz und Klaus, müde aber glücklich wieder in Amberg an. Die Erlebnisse der zwei abwechslungsreichen Tage werden bestimmt noch lange bei den Reisegefährten in Erinnerungen bleiben und das eine oder andere Mal auch noch im Nachhinein für manche Erheiterung sorgen. |